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Laborueberblick

MLP - Made in Germany

Seit mehr als 100 Jahren sind in Deutschland Milcherzeuger in Vereinen organisiert, um mit ihren Kühen an der Milchkontrolle bzw. Milchleistungsprüfung (MLP) teilzunehmen

Gegenwärtig wird die Milch von über 3,7 Millionen Kühen monatlich auf ihr Inhaltsstoffe und den Zellgehalt untersucht. Dieses weltweit zweitgrößte System einer national organisierten Milchkontrolle unterliegt einer stetigen Weiterentwicklung, da die MLP für die Betriebe weitaus mehr sein muss, als Milchmengen zu messen und Fett- und Eiweißgehalte zu bestimmen.

Für das Herdenmanagement des Milcherzeugers ist es entscheidend, dass er Informationen zum Leistungsvermögen und der Gesundheit der Tiere sowie den damit verbundenen Anforderungen an die Haltung, Fütterung und Pflege erhält. Die MLP liefert hierfür die notwendigen Kenndaten, mit denen der Betriebsleiter und sein Berater den Produktionsprozess optimieren können. Dies ist die Grundlage für die im Interesse des Milcherzeugers stehende Gesundheit und das Wohlbefinden seiner Tiere, die schließlich auch die Rentabilität der landwirtschaftlichen Nutztierhaltung gewährleisten.Die MLP ist die einzige Kontrollmaßnahme, die nahezu alle Nutztiere einer Tiergruppe in eine regelmäßige (monatliche) Überwachung einbezieht. Die gewonnenen Daten sind für den Milcherzeuger eine grundlegende Basis für nachhaltige Maßnahmen  im Verbraucher-, Tier-, Umwelt- und Ressourcenschutz.


Tiergesundheitsmonitoring

Im Rahmen der Milchkontrolle werden monatlich Kenndaten zu den Milchkühen erhoben sowie von allen laktierenden Tieren eine Milchprobe zur Analyse gewonnen

Die im Rahmen der MLP aus den Einzelgemelkproben gewonnenen Analysenergebnisse  sind ein wichtiges Werkzeug zur Überwachung der Tiergesundheit im Sinne der Tiergesunderhaltung. Durch die kontinuierliche Kontrolle des Zellgehalts können Verschlechterungen der Eutergesundheit frühzeitig, noch vor der klinischen Erkrankung der Tiere, erkannt und gemeinsam mit dem betreuenden Tierarzt diagnostische und wenn nötig therapeutische Maßnahmen eingeleitet werden. Die gemessenen Milchinhaltsstoffe (Fett, Eiweiß, Harnstoff) stellen sensible Indikatoren zur Überprüfung der Fütterung und der Stoffwechselstabilität der Tiere dar, um auch hier Probleme schon im subklinischen Stadium erkennen und bekämpfen zu können.

Für die Weiterentwicklung der Milchuntersuchung ist es das Ziel, weitere Informationen aus diesen Milchproben zu gewinnen, die vor allem das Tiergesundheitsmanagement im Betrieb noch mehr´unterstützen. Mit dem jetzt in den Laboren vorhandenen Analysensystem der Fourier-Transform-Infrarot-Spektroskopie (FTIR) ist eine Feinanalytik der Milch möglich. So werden zukünftig detailliertere Aussagen zur Eutergesundheit, Stoffwechselstabilität und Reproduktion möglich sein.


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