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Schalmtest (Foto: Karolina Gasteiger)

Schalmtest (Foto: Karolina Gasteiger)

Definition

Mastitiden sind Entzündungen der Milchdrüse. Obwohl sie durch Infektionserreger hervorgerufen werden, stellen sie ihrem Wesen nach Faktorenerkrankungen dar. Das bedeutet, dass zur Entwicklung einer Mastitis nicht nur das Vorhandensein von Mastitiserregern notwendig ist, sondern dass eine Vielzahl anderer Faktoren die Entstehung begünstigen muss, um eine Erkrankung auszulösen.

Man unterscheidet zwischen klinischen und subklinischen Euterentzündungen. Die klinische Mastitis ist durch eine sichtbar veränderte Milch gekennzeichnet (Flocken inder Milch, Veränderungen des Sekrets). Bei subklinisch erkrankten Eutervierteln sind zwar keine Symptome erkennbar, der Zellgehalt ist jedoch erhöht und der auslösende Erreger kann in der Regel nachgewiesen werden. Die Diagnose Mastitis wird durch zwei Parameter festgelegt. Zum einen durch den Nachweis des entsprechenden Erregers und zum anderen durch das Vorliegen einer entzündlichen Reaktion des entsprechenden Euterviertels. Der Entzündungsnachweis kann neben der Feststellung der Anzahl von körpereigenen Zellen in der Milch auch durch andere Parameter geführt werden (elektrische Leitfähigkeit der Milch, Nachweis verschiedener Enzyme, etc.). Die weltweit anerkannte Definition der Diagnose Mastitis basiert aber auf dem somatischen Zellgehalt der Milch (DVG, 2012).


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